Das Suchen nach perfekten Lösungen hilft nicht
Ihr diskutiert, ihr überlegt, ihr verwerft, und am Ende bleibt die Frage: "Ist das jetzt wirklich die beste Lösung?" Und dann geht alles wieder von vorne los. Willkommen im Club der Perfektionist*innen.
Ein Bremsklotz?
Versteh mich nicht falsch: Es ist super, wenn Teams ehrgeizig sind und die Dinge richtig machen wollen. Aber manchmal passiert genau das Gegenteil: Perfektionismus wird zum Hindernis. Wir verbeißen uns in Details, drehen uns im Kreis und … kommen einfach nicht ins Handeln.
Perfektionismus zeigt sich oft in diesen Momenten:
Die Entscheidung wird vertagt, "weil wir noch nicht genug Informationen haben."
Ein Projekt wird verschoben, weil "wir ein noch besseres Konzept entwickeln könnten."
Am Ende diskutiert ihr darüber, ob das Logo oben links oder oben rechts auf einer Präsentation stehen soll.
Warum "gut genug" manchmal besser ist
Agilität lebt davon, dass wir Dinge ausprobieren und lernen – nicht davon, alles auf den ersten Versuch perfekt zu machen. Es geht darum, ins Handeln zu kommen, Feedback zu sammeln und uns zu verbessern. Die perfekte Lösung gibt es nicht. Wirklich nicht.
Was es gibt, ist die beste Lösung für jetzt. Und die finden wir oft erst, wenn wir den ersten Schritt machen.
Ins Handeln kommen
Setzt klare Rahmenbedingungen
Fragt euch: Was muss die Lösung unbedingt leisten? Und was ist optional? Dieser Fokus hilft, die Diskussion auf das Wesentliche zu lenken.Macht einen Plan für Feedback
Anstatt ewig über die perfekte Lösung zu reden, legt fest, wie ihr sie testen könnt. Und noch wichtiger: Wann reflektiert ihr die Ergebnisse?Feiert den Mut zum Ausprobieren
Der erste Schritt ist oft der schwerste. Wenn ein Teammitglied mutig ist und "einfach mal loslegt", feiert das – auch wenn nicht alles glatt läuft.
Perfektion ist eine Illusion. Und sie kann Teams davon abhalten, überhaupt etwas zu bewegen. Traut euch, Dinge auszuprobieren anstatt nach der perfekten Lösung zu suchen. Denn genau dort, im Ausprobieren, steckt das echte Lernen.