Danke für 2023!

Auch ich habe (wie wohl so viele) den Jahreswechsel zur Reflexion und Auswertung genutzt. Dabei war 2023 aus hej agile-Perspektive eine wilde Reise. Eine Reise, die ohne andere Menschen (das bist auch du!) weder möglich noch so schön gewesen wäre. Also, auf in die Details:

2023 in Zahlen

Wissen nicht viele, ist aber so: Ich tracke meine Arbeitszeiten. Das ist nicht ganz genau, gibt mir aber einen guten Überblick. Als ich damit anfing, war die Idee: Mal sehen, ob ich am Ende des Jahres sehen kann, wo die Zeit so hingegangen ist.

45% habe ich in Kund*innenterminen verbracht.

27% meiner Zeit sind in diverse Bürotätigkeiten geflossen.

Das ist diverser Mail-Verkehr, alles rund um Marketing, ein bisschen Buchhaltungskram, Angebote und Nachbereitung (also alles, was man sich so vorstellen kann). 17% entfallen auf unbezahlte Vorbereitung. Unbezahlt nenne ich sie, weil ich diese Zeit in meinem Tagessatz nahezu immer inkludiert habe — ich finde das für alle Beteiligten einfacher.

11% habe ich auf Reisen verbracht. Dank vieler Hamburger Kund*innen und virtueller Termine ein verschwindend geringer Anteil (das war vor ein paar Jahren noch ganz anders).

Insights

Apropos Termine: 52% meiner Kund*innentermine waren in Präsenz, 48% virtuelle Termine. Es hält sich also ziemlich die Waage.

Ganz sicher kann ich sagen: 100% meiner Termine wurden durch Kaffee unterstützt. Sei es zuhause oder im Termin vor Ort.

Insgesamt habe ich 27 verschiedene Teams aus zehn unterschiedlichen Unternehmen kennengelernt. Bei acht dieser Teams waren es einmalige Workshops und 19 dieser Teams habe ich über einen längeren Zeitraum (irgendetwas zwischen drei und zwölf Monaten) begleitet. Neun dieser Teams sehe ich in 2024 sicher wieder — alle anderen (naja fast, dazu später mehr) dürfen natürlich auch wiederkommen.

Internes

Ich habe in diesem Jahr 32 Tage Urlaub gemacht. Das ist gut so. Im Jahr 2022 waren es deutlich weniger und das habe ich gemerkt. Mein großes Ziel für 2023 war es, ausreichend Urlaub zu machen. Das hat eindeutig geklappt.

Mein Mail-Postfach sagt, dass ich 606 E-Mails versendet habe. Darin enthalten sind allerdings auch Autoresponder während des genannten Urlaubs.

Ich habe 30 LinkedIn und 28 Instagram-Posts erstellt. Marketing war für mich in 2023 auf jeden Fall eher nur so ein Neben-Spielplatz. Das soll sich in 2024 ändern.

Natürlich gab es auch unternehmerische Ziele im Jahr 2023. Mein “verkaufte Tage-Ziel” habe ich leider um 20% verfehlt. Das ist insofern okay, als dass ich mir ein echt ambitioniertes Ziel gesetzt hatte. Das Ziel für 2024 wurde entsprechend ein bisschen angepasst. Ein weiteres Ziel war ein rechnerischer Tagessatz: Ich hatte meinen Tagessatz zu 2023 etwas erhöht und habe aufgrund von Kooperationen etc. nicht immer das gleiche Geld auf dem Konto nach einem Termin. Deswegen möchte ich im Mittel einen bestimmten Tagessatz erreichen — in 2023 habe ich genau das geschafft.

Sonstiges

Anfang des Jahres haben mich noch zwei Katzen im Homeoffice begleitet. Jetzt sind es drei und das ist ganz wunderbar.

Ich musste im Laufe des Jahres einmal das Geschäftskonto wechseln und das hat wirklich keinen Spaß gemacht.

Manchmal sitze ich da, blicke auf das “weiße Workshop-Papier” und mir will nicht so richtig etwas einfallen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich ein goldenes Netzwerk habe, in dem sich immer eine Person findet, die sich mit mir austauscht und mir über die eine oder andere Hürde hilft.

Seit Februar habe ich Unterstützung im Büro. Ich bin mir absolut sicher, dass mein Jahr sehr viel unentspannter gewesen wäre, wenn es diese famose Unterstützung nicht gäbe. Es gibt so vieles, um das ich mich nicht mehr selbst kümmern muss und gleichzeitig ist jetzt auch intern immer eine Person da, mit der ich Dinge besprechen kann.

Vorhaben für 2024

In 2024 möchte ich ein paar konkrete Dinge ändern: Ich möchte mein eigenes Arbeitszeit-Tracking auf jeden Fall um die Kategorie “Marketing” erweitern.

Auch möchte ich dazu übergehen, Vorbereitungszeit zumindest teilweise extra zu berechnen: und zwar bei mehrtägigen Workshops. Ich habe festgestellt, dass die Vorbereitung von mehrtägigen Workshops im Verhältnis deutlich aufwendiger ist und genau deshalb werde ich dort damit anfangen.

Ein Großteil meines E-Mail-Verkehrs besteht aus Termine-Ping-Pong. Und das, obwohl ich ein Kalender-Buchungs-Tool habe. Ich werde in 2024 häufiger auf dieses verweisen und es direkt in meine E-Mail-Signatur einbauen.

Schon einige Wochen vor Jahresende habe ich festgestellt, dass ich in 2023 wirklich nahezu gar keine Fortschritte in meinem nebenberuflichen Studium gemacht habe. Für 2023 hatte ich mir immer den Freitag im Kalender für die Uni geblockt. Am Ende habe ich diesen dann doch für Einzelcoachings und Büroarbeit genutzt. Deshalb stelle ich dies für 2024 auf wöchentliche Uni-Zeit um. In 2024 wird vier Wochen am Stück Vollzeit gearbeitet und danach eine Woche konsequent Uni gemacht. Klar, dran halten muss ich mich auch wieder selbst — doch wenn in einer Woche mal zwei Stunden was anderes stattfindet, tut das nicht so direkt weh.

Ich habe es in 2023 nicht immer geschafft auf meine eigene Balance zu achten. In 2024 nehme ich mir fest vor, mich wieder mehr an meine eigenen Kalenderregeln zu halten, mir wieder mehr Zeit für konkrete Hobbys zu blocken und diese auch umsetzen und öfter Nein zu sagen, wenn meine Zeit einen Auftrag eigentlich nicht hergibt.

Ich möchte in 2024 auch noch viel mehr in den Markt strahlen. Wie oben erwähnt, war Marketing für mich bisher ein Neben-Spielplatz.

In 2024 möchte ich meine “Bürozeit” genau dahingehend ausrichten: Ich möchte denken, schreiben und mitteilen. Ich möchte keine Werbung machen, aber eben von meiner Arbeit erzählen und so meine Bekanntheit steigern.

Für mich persönlich möchte ich in 2024 noch viel häufiger denken können: Ich kann das gut. Und ich möchte mutiger darin sein, Aufträge, die sich nicht stimmig oder passend für mich anfühlen, abzulehnen. So habe ich zum Beispiel in dieser Reflexion festgestellt: Es gab in 2023 genau zwei Teams, bei denen es einfach irgendwie nicht gemenschelt hat. Die Begleitung war kurz und nicht ausgiebig, und doch hätte ich mich schon eher aus dem Auftrag zurückziehen sollen. Manchmal passt es einfach nicht.


Ich bin dankbar für ein ganz gutes Jahr 2023. Trotz aller negativen Umstände in der Welt, die auch mich intensiv beschäftigen — oder gerade deswegen. Ich freue mich auf 2024 und alles, was da kommt.

In diesem Sinne: Freie Kapazitäten gibt es aktuell ab Februar. Bei euch ist Sand im Getriebe oder ihr startet sogar schon in die agile Transformation? Kennenlern- und Absprachetermine gibt’s hier.

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